Richtig streiten: Was du beachten solltest

Sie und er streitenIn der Beziehung kommt es irgendwann immer zu einem Streit. Bei einem Streit solltet ihr euren Partner immer ernst nehmen.

Emotionen helfen oft nicht bei einer Lösungsfindung.

Beschimpfungen oder gar Handgreiflichkeiten sollten in einem Beziehungsstreit absolut tabu sein. Wie ihr lernt mit eurem Partner richtig zu streiten ist ein langer Weg, verringert aber das Risiko von Trennungen.

So könnt ihr das schaffen:

1. Viel miteinander reden

Paare die viel miteinander reden, sprechen früh ihre Konflikte an. Wer sich lange in seinen Ärger reinsteigern kann, reagiert im Streit oft über. Redet viel miteinander, schafft eine Vertrauensbasis. Reden hilft zu verstehen, warum der Partner bei manchen Themen empfindlich reagiert.

2. Schreien ist erlaubt

Manchmal spielen Emotionen beim Streit eine große Rolle. Besonders wenn sich jemand persönlich angegriffen fühlt. Das kann schon dadurch begründet sein, dass der Tag besonders stressig gewesen ist.

Bestes Beispiel: Er hat Ärger mit seinem Chef bei der Arbeit… Sie fühlt sich gerade super unattraktiv, weil sie ihre Periode bekommt. Die Liste kann lang sein. Jetzt reicht schon eine Kleinigkeit wie: „Warum gibts nichts zu Abendessen?“ …und der Liebste dreht durch. Schreien und den ganzen Frust einmal loswerden, ist jetzt erwünscht.

Aber werdet nicht gemein! Schimpfwörter verletzten und können noch lange nachwirken. Erzählt doch einfach von dem blöden Tag und dass man sich gerade unverstanden fühlt. Vielleicht ist das eine wichtige Information für deinen Partner, die er vorher nicht deuten konnte.

3. Du-Botschaften sind oftmals besser

Die neusten Erkenntnisse von Psychotherapeuten sind, dass während eines Streits Ich-Botschaften künstlich wirken. Besonders Männer haben es schwer sich ihre Sätze im Kopf so zu formulieren, das eine Ich-Botschaft dabei raus kommt. Da wirkt es ehrlicher, seinen Ärger in einer Du-Botschaft los zu werden. Aber auch hier gilt: Nicht verletzend werden.

Ein Satz wie „Du blöde Kuh bist doch zu nichts gut!“ hat nichts mit der Handlung des Konfliktes zu tun und verletzt nur. Dann lieber: „Warum hast du kein Essen gekocht, ich habe Hunger!“

4. Kompromisse eingehen

Paare die nach einer Auseinandersetzung Kompromisse finden sind zufriedener. Der Partner fühlt sich in seinen Bedürfnissen wahrgenommen. Wer immer nachgibt und sich mit den getroffenen Entscheidungen nicht wohl fühlt, verändert sich nur zu Gunsten seines Herzblatts. Diese Beziehungen enden meist nicht in Frieden.

5. Durch Witz entschärfen

In Situationen, die überhaupt keinen Ausweg finden wollen und wo beide sich festgefahren haben, kann es helfen mit Witz die Situation zu entschärfen. Hier ist aber Taktgefühl gewünscht. Der Partner darf im Witz nicht beschrieben werden.

Beispiel: Du bist genauso cholerisch wie dein Vater! Besser: Weißt du noch als dein Vater letztens vor Wut einen Kieferkrampf hatte? Da war seine Wut plötzlich weg! So etwas kann einen Streit gut tun, denn es bringt ein Stück Realität in die Sache zurück. Danach kann dann meist wieder konstruktiv diskutiert werden.

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